Bürgertreff

Bürgertreff auf der Heide findet großen Anklang


Mehr als 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben den Bürgertreff der Verbandsgemeinde Loreley im Stadtteil Sankt Goarshausen-Heide genutzt, um ihre Anliegen, Fragen und Anregungen direkt mit Bürgermeister Mike Weiland zu besprechen. In gut anderthalb Stunden wurde informiert, diskutiert und vor allem zugehört. Wie bei den Bürgertreffs üblich, bestimmten die Anwesenden selbst die Themen.

Gleich zu Beginn stand der aktuelle Sachstand beim Glasfaserausbau auf der Wunschliste. Nach den teils turbulenten Entwicklungen der vergangenen Monate zeichnet sich wie im April bekanntgegeben inzwischen ein geförderter Glasfaserausbau unter Federführung des Rhein-Lahn-Kreises ab. Bürgermeister Weiland erläuterte den aktuellen Stand und die weiteren Perspektiven. Ein weiteres wichtiges Thema war die Verkehrsführung bei Veranstaltungen auf der Loreley. Insbesondere die Auswirkungen auf die Anwohnerinnen und Anwohner der Heide wurden angesprochen. Die geäußerten Verbesserungsvorschläge will Weiland in die Gespräche mit der zuständigen Polizei, der Kreisverwaltung und dem Ordnungsamt einbringen. Er betonte jedoch, dass das Verkehrskonzept insbesondere die Zustimmung von Kreis und Polizei finden müsse und hier die Verbandsgemeinde nicht das letzte Wort habe. Insofern könne er nichts versprechen, lediglich in die Gespräche mit Blick auf 2027 einbringen. Nach der Veranstaltung gaben jedoch auch Teilnehmende an, dass sie mit dem aktuellen Verkehrskonzept nicht nur Nachteile sehen. Insofern scheinen auch die Anwohner hier durchaus unterschiedlicher Auffassung zu sein.

Auch die Frage, ob der von St. Goarshausen zur Loreley und dann weiter nach Bornich und ins Blaue Ländchen verkehrende Linienbus bei Bedarf nicht auch nach dem Stopp auf dem Loreley-Plateau Mitfahrende ältere Bürger an der Haltestelle direkt an der Abfahrt zum Plateau in Fahrtrichtung Bornich aussteigen lassen kann, will der Bürgermeister zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes und den Anschluss der Heide an den ÖPNV an die zuständige Kreisverwaltung weiterleiten.

Um die Sicherheit der Schulwege im Bereich des Loreleyrings ging es ebenfalls. Da es sich bei diesen Fragen um Straßen und Gehwege in Zuständigkeit der Stadt handelt, werden diese und weitere Anliegen, die unmittelbar die Stadt Sankt Goarshausen betreffen, durch zwei anwesende Stadtratsmitglieder weitergeben, den der Bürgermeister legte hier großen Wert darauf, solche Themen auch dort zu behandeln, wo die Zuständigkeit liegt. Hier mischt sich die Verbandsgemeinde nicht in die Meinungsfindung der städtischen Gremien ein.

Natürlich durfte auch die Sanierung des Hallenbades an der Loreleyschule nicht fehlen. Gerade für die Menschen auf der Heide ist die Nähe zum Hallenbad von besonderer Bedeutung. Weiland erläuterte ausführlich, wie es zur Sanierung gekommen ist, welche Fördermittel eingeworben werden konnten und mit welchen Herausforderungen ein solches Großprojekt verbunden ist. Besonders interessant war die Frage einer Bürgerin, inwieweit bei solchen Investitionen auch die langfristige Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. „Wir schauen bei unseren großen Projekten sehr genau hin, ob sie sich auch langfristig rechnen und nachhaltig betrieben werden können. Deshalb gehört eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für uns bereits im Vorfeld dazu. Ansonsten erhält man auch keine Fördermittel“, machte Weiland deutlich.

Zum Abschluss dankte ein Anwohner dem Bürgermeister für die Zeit und die ausführlichen Antworten. Genau das sei der Sinn des Formats: „Wir sollten nicht nur über Menschen reden, sondern mit ihnen. Und manchmal sind es gerade die Hinweise aus dem direkten Gespräch, die uns bei der weiteren Arbeit weiterbringen“, so Weiland. Auch diesmal nahm der Bürgermeister wieder einige „Hausaufgaben“ mit. Diese will er an die jeweils zuständigen Stellen weitergeben oder selbst in anstehende Gespräche einbringen. „Nicht jedes Problem lässt sich beim Bürgertreff sofort lösen und erst recht ist die Verbandsgemeinde oftmals nicht diejenige, die Anliegen und Wünsche erfüllen kann. Aber wenn wir wissen, wo der Schuh drückt, können wir uns darum kümmern“, fasste Weiland zusammen. Das Format wird deshalb selbstverständlich fortgesetzt und auch weiterhin in Gemeinden und Städten der Verbandsgemeinde Loreley Station machen.