Auf Anfrage der Verbandsgemeindeverwaltung bei der Stadtverwaltung Boppard sowie beim Unternehmen Josef Hewel Rheinfähre Boppard zum weiteren Vorgehen nach dem Schiffsunfall an der Rheinfähre Boppard am 19. März 2026 gibt es leider nichts Neues und auch nur eine Rückmeldung der Stadt Boppard, die auf deren Internetseite verweist: https://www.boppard.de/aktuelles/faehrbetrieb-in-boppard-ruht-nach-unfall-wie-geht-es-weiter/
Fährbetrieb in Boppard ruht nach Unfall: Wie geht es weiter?
Wegen eines Schiffsunfalls ist der Fährbetrieb zwischen Boppard und Filsen aktuell eingestellt und uns erreichen täglich zahlreiche Anfragen dazu. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Warum fährt die Fähre aktuell nicht?
Der Fährbetrieb ist derzeit aufgrund eines Schadens an der Fähranlage unterbrochen. Bei einem Unfall wurden am 19. März 2026 sowohl das Auflager als auch die Brücke beschädigt.
Wer ist für die Behebung des Schadens verantwortlich?
Die Zuständigkeiten sind aufgeteilt: Die Stadt Boppard ist für die Instandsetzung des beschädigten Auflagers verantwortlich. Der Fährbetreiber ist für die Instandsetzung der Brücke sowie der betrieblichen Anlagenteile zuständig. Da es sich um einen Versicherungsschaden handelt, sind neben den beauftragten Unternehmen weitere Beteiligte in die Regulierung des Schadens eingebunden.
Wie ist der aktuelle Stand der Reparaturen?
Die erforderlichen Maßnahmen zur Schadensbehebung sind eingeleitet. Stadt und Fährbetreiber und Versicherung stehen hierzu in engem Austausch und koordinieren die notwendigen Schritte.
Wann fährt die Fähre wieder?
Zum jetzigen Zeitpunkt kann kein verbindlicher Termin für die Wiederaufnahme des Fährbetriebs genannt werden. Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass die Instandsetzung noch mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.
Warum dauert die Reparatur so lange?
Es handelt sich um einen komplexen Versicherungsschaden. Neben der technischen Instandsetzung sind auch Abstimmungen mit Versicherungen und weiteren Beteiligten erforderlich.
Gibt es neue Informationen zum Fortschritt?
Sobald sich neue Entwicklungen ergeben oder ein genauer Zeitplan feststeht, werden diese zeitnah über die offiziellen Kanäle der Stadt Boppard veröffentlicht.
Die Anliegergemeinden können eigenmächtig keine fährbetrieblichen Maßnahmen ergreifen, denn die Fähre ist ein selbstständiges Unternehmen und handelt eigenverantwortlich.
Auf Nachfrage der Verbandsgemeindeverwaltung bei der Lux-Werft und Schifffahrt GmbH, die sich freiwillig bemüht, “Erste Hilfe” zu leisten, teilte Vertriebsleiter Martin Roth folgende Informationen mit: In der Tat sei die Region durch den Fährausfall bzw. den Unfall beeinträchtigt. Das betreffe neben den Touristen natürlich auch die Berufstätigen und Einheimischen vor Ort.
Die Mitnahmemöglichkeit auf der Teilstrecke Kamp-Bornhofen – Boppard und umgekehrt gab es schon immer. Die Lux-Werft und Schifffahrt GmbH hat sich nun entschieden, dieses Angebot in einem günstigen Monatstickets zu bündeln. Das Monatsticket ist namensbezogen und pro Tag 2 x einlösbar. Schüler brauchen einen Schülerausweis. Das hat für den Pendler den Vorteil, dass sie für 25 € im Monat Kostenklarheit haben. Das Angebot gilt zunächst für Mai und Juni 2026.
Weiterhin nehme das Schifffahrtsunternehmen Schulkinder, die aus einer der beiden Städte/Gemeinden kommen, bei der 13.45 Uhr Fahrt gerne kostenlos von Boppard mit nach Kamp. Diese Fahrt finde jedoch nicht immer statt, weist das Unternehmen hin. Die Verbindung von Kamp nach Boppard ist leider nur morgens gegen 9.20 Uhr möglich. Hierbei handelt es sich eigentlich um eine interne Betriebsfahrt, da das Schiff um 10 Uhr ab Boppard mit der ersten Panoramafahrt zur Loreley startet. Damit besteht hier eine unkomplizierte Mitnahmemöglichkeit, wenn man z. B. zum Arzt muss oder etwas anderes tagsüber in Boppard erledigen möchte. Von Boppard nach Kamp kann jede stattfindende Linienfahrt genutzt werden – das sind bis zu 5 Fahrten am Tag (Sommersaison). Die Pendler sollten sich auf der Website unter www.loreley-linie.de aber immer täglich informieren, welche Fahrten tatsächlich stattfinden, da es immer zu Änderungen kommen kann. Weitere Optionen wurden geprüft, würden jedoch zu Verzögerungen im Fahrplan und erhöhtem Energieverbrauch führen, was das Kerngeschäft verständlicherweise zu stark beeinträchtigen würde. Daher sei das Monatsticket für Pendler der VG Loreley und der Stadt Boppard zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine kleine Entlastung. Die Verbandsgemeindeverwaltung dankt der Stadt Boppard sowie der Lux-Werft und Schifffahrt GmbH für die Auskünfte und insbesondere der Loreley-Linie für das “Erste Hilfe”-Angebot.