Die Verbandsgemeinde Loreley fordert den Rhein-Lahn-Kreis auf, an der bislang vorgesehenen Sanierung der Kreisstraße 86 zwischen Lierschied und Auel im Jahr 2027 festzuhalten. Hintergrund sind neue Aussagen des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez in der jüngsten Sitzung des Kreistages.
Bereits vor wenigen Wochen hatte der LBM Diez im Verbandsgemeinderat angekündigt, dass sich der Baubeginn nach aktuellem Stand erneut um ein Jahr auf 2028 verschieben solle. Daraufhin hatte sich Bürgermeister Mike Weiland an Landrat Jörg Denninghoff gewandt und ihn gebeten, sich dafür einzusetzen, dass die dringend notwendige Maßnahme nicht nochmals verschoben wird. Unterstützung erhielt diese Forderung von den Ortsgemeinden Lierschied und Auel. Auch die Ortsbürgermeister Andreas Dillenberger und Ralph-Dietmar Seitz hatten sich mit eigenen Schreiben an den Landrat gewandt.
In der jüngsten Sitzung des Kreistages wurde nun deutlich, weshalb die erneute Verschiebung droht. Nach Angaben des LBM sollen die für die Sanierung der K 18 erforderlichen Mittel den Finanzrahmen binden, der bislang für die K 86 vorgesehen war. Damit würde die Maßnahme zwischen Lierschied und Auel erneut nach hinten rücken.
Der Leiter des LBM Diez, Benedikt Bauch, machte im Kreistag zugleich deutlich, dass sich die K 18 in einem noch schlechteren Zustand befinde als die K 86. Dies unterstreicht zwar den ebenfalls bestehenden Handlungsbedarf auf der K 18, darf aus Sicht der Verbandsgemeinde Loreley jedoch nicht dazu führen, dass die seit Jahren zugesagte Sanierung der K 86 immer weiter verschoben wird. „Die Menschen in Lierschied, Auel und der gesamten Region warten seit Jahren auf die Sanierung dieser Kreisstraße. Die Maßnahme wurde bereits mehrfach verschoben“, erklärt Bürgermeister Mike Weiland.
Die Verbandsgemeinde Loreley appelliert daher erneut an den Rhein-Lahn-Kreis, gemeinsam mit dem LBM nach Lösungen zu suchen, damit die Sanierung der K 86 wie vorgesehen im Jahr 2027 beginnen kann. Angesichts des fortschreitenden Zustands der Straße und der wiederholten Terminverschiebungen sei eine weitere Verzögerung den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr vermittelbar.
