Der Einladung von Bürgermeister Mike Weiland und der Gemeindeschwesterplus, Yvonne Weiland, waren Interessierte, Zu- und Angehörige von pflegebedürftigen Personen sowie Fachpublikum gefolgt und haben sich in Braubach ausführlich beraten lassen.

In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Mike Weiland die Bedeutung einer starken lokalen Unterstützungsstruktur für ältere Menschen, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen: „Veranstaltungen wie die Seniorenkonferenz sind ein wichtiger Baustein, um über Hilfsangebote zu informieren, Netzwerke zu stärken und neue Initiativen anzustoßen.“
Im Rahmen der Veranstaltung stellte Sylvia Wawrzinski-Schmidt das Kontaktbüro „PflegeSelbsthilfe“ vor. Ziel ist es, pflegenden Angehörigen einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Information zu bieten. Gerade für Menschen, die über längere Zeit Angehörige pflegen, kann der Austausch mit anderen Betroffenen eine wichtige Entlastung darstellen. Das Kontaktbüro „PflegeSelbsthilfe“ ist an die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfe (WeKISS) angegliedert.
Darüber hinaus wurde ein erfolgreiches Praxisbeispiel aus dem Rhein-Lahn-Kreis vorgestellt: das Konzept des „Café Zeitlos“ in Burgschwalbach. Dabei handelt es sich um ein Betreuungsangebot für Menschen mit und ohne Demenz, welches sich in der Trägerschaft des DRK Mittelrhein befindet. Das Café Zeitlos bietet Betroffenen stundenweise die Möglichkeit zur Begegnung und Beschäftigung, während pflegende Angehörige dadurch zeitweise entlastet werden.
Mit der Vorstellung dieses Angebots möchte die Verbandsgemeinde Loreley zugleich aufzeigen, welche Möglichkeiten auch hier vor Ort entstehen könnten, wenn engagierte Akteure zusammenarbeiten. Die Verbandsgemeindeverwaltung Loreley unterstützt daher ausdrücklich Initiativen, die ähnliche Projekte ins Leben rufen möchten. Träger sozialer Einrichtungen können sich gerne an die Verwaltung wenden, wenn sie Unterstützung bei der Suche oder Vermittlung geeigneter Räumlichkeiten benötigen. Ebenso sind pflegende Zu- und Angehörige sowie Engagierte eingeladen, sich zu melden, wenn Interesse besteht, vergleichbare Angebote aufzubauenoder zu begleiten. Ziel bleibt es, gemeinsam tragfähige Strukturen zu schaffen, die ältere und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen im Alltag unterstützen und entlasten.