Auch wenn die Veranstaltung an einem Nachmittag etwas weniger Besucher zählte, als beim ersten Stammtisch, der abends stattfand, so ergab sich ziemlich schnell eine gute und konstruktive Diskussion über Möglichkeiten, die sich in der Verbandsgemeinde Loreley bieten, um den Radtourismus mit Blick auf die BUGA29 und die Zukunft voranzubringen. „Bis entlang des Rheins der lückenlose Radweg endlich fertig gestellt ist, bedarf es in Zeiten von eBikes auch weiterer Möglichkeiten, die Rheinhöhengemeinden in unserer Tourismus-Verbandsgemeinde mit zu erschließen und einzubeziehen“, so Bürgermeister Mike Weiland.
Er machte daher zunächst deutlich das mit dem Projekt Loreley Spuren, mit dem derzeit mit einem Einsatz von 250.000 € zehn Rundwanderwege in der Verbandsgemeinde Loreley ausgeschildert und sowohl analog mit Karten, Broschüre und in digitaler Form erfasst werden, so dass der Wandertourismus einen Schub erfahren kann. Hierfür müssen aber neben der Loreley Touristik ab sofort auch die Übernachtungsbetriebe sehr aktiv werben.

Jetzt im nächsten Schritt muss möglichst noch vor der BUGA29 ein Radrundwegekonzept umgesetzt werden, das durchaus auch über die Grenzen der Verbandsgemeinde gehen kann, denn mit eBikes macht man eben mehr Kilometer als beim Wandern und somit sind die Rundkurse in der Fläche auch größer. Dies unterstrich auch der Vorsitzende des Vereins Loreley Touristik e.V, Marcus Fetz. Für die Unternehmer hatte der VG-Chef auch einige Vorschläge im Gepäck: Kartenmaterial aus anderen Urlaubsregionen, egal ob von der See im Norden oder aus den Bergen - überall werden Routen beschrieben, die für Familien, Geübte oder auch Experten ausgeschildert und angeboten werden. Diese bieten Anreiz für einen Aktivurlaub in der Region, von dem dann auch in der hiesigen Verbandsgemeinde die Rheinhöhen profitieren und am Tourismus partizipieren können.
Im Laufe der Diskussion wurde auch deutlich, dass hierzu jedoch umfangreiche Vorbereitungen zu treffen und dicke Bretter zu bohren sind. Unter anderem müssen bei der Nutzung ausschließlich vorhandener, ausreichend breiter Wege, unter anderem Wirtschaftswege, versicherungs- und haftungsrechtliche Fragen geklärt, Gemeinden einbezogen, übergeordnete Tourismusorganisationen zur Vermeidung von Doppelstrukturen und Experten gehört und auch die Landwirtschaft ins Boot geholt werden, damit ein Radwegeangebot eine runde Sache wird. Hotellerie und Gastronomie sehen hier jedoch große Chancen und Potenzial, das derzeit nicht voll touristisch ausgeschöpft wird. Insofern war man sich einig, dass dieses Projekt von der Loreley Touristik angepackt werden sollte. Hierzu sind zunächst Fördermittel zu generieren, damit es auch finanzierbar ist, denn Tourismus ist nach wie vor für die öffentliche Hand freiwillige Aufgabe.