Damit startet eines der bedeutendsten Infrastruktur- und Sicherheitsprojekte der Verbandsgemeinde (VG) Loreley der zurückliegenden Jahre und stellt zugleich eine wichtige Ausrichtung in die Zukunft dar.
Im Rahmen eines gemeinsamen Starttermins wurden jetzt durch das Architekturbüro Keul und Koch die einzelnen Bauphasen und der Ablauf der Arbeiten vorgestellt. Neben Vertretern der Feuerwehr nahmen auch Nachbarn, politische Entscheidungsträger sowie weitere Projektbeteiligte teil.
Die Baureifmachung wird voraussichtlich rund ein Jahr in Anspruch nehmen. In einem ersten Schritt wird eine temporäre Bachquerung geschaffen, damit die Baustelle erreichbar wird. Anschließend erfolgen der Abriss der Bestandsgebäude, umfangreiche Erdarbeiten sowie die Sicherung des Hanges. Erst danach kann der eigentliche Neubau des Feuerwehrgerätehauses beginnen, dessen Bauzeit auf rund eineinhalb Jahre angesetzt ist. Im letzten Bauabschnitt werden zwei neue Brücken zur dauerhaften Anbindung des Standortes errichtet. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes wird derzeit für die zweite Jahreshälfte 2028 erwartet.
Die Gesamtkosten des Projektes einschließlich Grundstückserwerb, Baureifmachung, Feuerwehrgerätehaus und Brückenbauwerken werden aktuell auf mehr als 11 Mio. Euro geschätzt. Davon sind derzeit mehr als 4,2 Mio. Euro an Fördermitteln vorgesehen. Bürgermeister Mike Weiland dankte dem Land Rheinland-Pfalz sowie weiteren Partnern ausdrücklich für die Unterstützung des wichtigen Zukunftsprojektes. „Kaum ein anderes Projekt hat die VG Loreley über Jahrzehnte hinweg so intensiv beschäftigt wie das neue Feuerwehrgerätehaus in St. Goarshausen. Dass wir heute tatsächlich mit der Baureifmachung beginnen können, ist das Ergebnis jahrelanger, komplexer und oftmals sehr schwieriger Vorarbeiten“, betont Bürgermeister Mike Weiland, der auch den politischen Entscheidern für die einmütige Sachdiskussion und die Entscheidungen dankte. „In den vergangenen sechs Jahren mussten Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, Standortprüfungen, Grundstücksverhandlungen sowie zahlreiche Abstimmungen mit Förder-, Bau- und Naturschutzbehörden sowie dem Rechnungshof erfolgreich bewältigt werden. Umso mehr freut es mich, dass wir nun gemeinsam den Startschuss für ein modernes und hochwasserfreies Feuerwehrgerätehaus geben können, das der Bedeutung unserer Stützpunktwehr gerecht wird.“

Auch Wehrleiter Jörg Preißmann sieht im Baubeginn einen historischen Schritt für die Feuerwehr der VG: „Für die Kameradinnen und Kameraden ist dies ein ganz besonderer Moment. Die bisherigen räumlichen Bedingungen entsprechen seit vielen Jahren nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne Feuerwehr. Mit dem neuen Standort schaffen wir endlich zukunftsfähige Bedingungen für Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Sicherheit. Das ist eine wichtige Investition in den Bevölkerungsschutz der gesamten VG Loreley.“
Der Wehrführer der Feuerwehr St. Goarshausen, Dirk Jacoby, unterstrich die große Bedeutung des Projektes für die Einsatzkräfte vor Ort: „Unsere Feuerwehr wartet seit Jahrzehnten auf ein neues Gerätehaus. Viele Generationen von Feuerwehrangehörigen haben auf diesen Moment hingearbeitet. Dass die Arbeiten jetzt tatsächlich beginnen, ist für uns alle ein starkes Signal und eine enorme Motivation. Wir freuen uns, dass wir während der gesamten Planungs- und Vorbereitungsphase eng eingebunden wurden und den weiteren Weg konstruktiv begleiten können.“

Bereits im Februar hatte der VG-Rat Loreley einstimmig die Voraussetzungen geschaffen, damit die Aufträge für Erdarbeiten, Hangsicherung und Abbruchmaßnahmen vergeben werden konnten. Die Arbeiten waren europaweit ausgeschrieben worden. Die eingegangenen Angebote lagen dabei überwiegend deutlich unter den ursprünglich kalkulierten Kostenansätzen.
Mit dem Neubau entsteht künftig ein hochwasserfreier und moderner Feuerwehrstandort, der den Anforderungen an eine leistungsfähige Gefahrenabwehr langfristig gerecht werden soll. Die VG Loreley setzt damit ein starkes Zeichen für den Brand- und Katastrophenschutz sowie für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der gesamten Region.