Blitzlicht aus dem Verbandsgemeinderat vom 20. Oktober 2026


Der Verbandsgemeinderat Loreley hat in seiner Oktobersitzung wichtige Weichen für weitere Investitionen gestellt. Besonders erfreulich: Die Else-Schütz-Stiftung unterstützt die Sanierung des Hallenbads erneut großzügig und übernimmt die Kosten für eine Photovoltaikanlage, die die Betriebskosten in der Folge erheblich senken wird. Auch ein Radwegekonzept, ein neues Kassensystem für das Hallenbad und die Ausstattung der Forstmitarbeitenden standen auf der Tagesordnung. In nur anderthalb Stunden einschließlich des nicht öffentlichen Sitzungsteils hat der Verbandsgemeinderat Loreley am 20. Oktober zahlreiche Themen beraten und die anstehenden Beschlüsse gefasst. Die Entscheidungen fielen einstimmig. Für Bürgermeister Mike Weiland ist das ein wichtiges Signal: „Es war eine sehr konstruktive Sitzung im Miteinander aller Fraktionen. Wir kommen in der Verbandsgemeinde voran – das freut mich sehr.“ 

Erneute großzügige Unterstützung für das Hallenbad

Ein besonderer Höhepunkt der Sitzung war die Annahme einer Spende der Else-Schütz-Stiftung für die geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hallenbads an der Loreleyschule. Die Stiftung stellt dafür bis zu 87.000 Euro zur Verfügung. Der Verbandsgemeinderat hatte zuvor die Vergabe der Photovoltaikanlage beschlossen. Damit kann das Vorhaben nun zügig weiterverfolgt werden und die Finanzierung ist gesichert. Für diesen Erfolg erhielt Bürgermeister Mike Weiland sogar etwas Beifall aus den Reihen des Rates. Die Unterstützung hat für die Verbandsgemeinde eine besondere Bedeutung: Bereits mit einer Spende von einer Million Euro hatte die Else-Schütz-Stiftung einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, die Sanierung des Hallenbads überhaupt auf den Weg zu bringen und die Finanzierung für die Verbandsgemeinde tragbar zu gestalten. „Dass uns die Else-Schütz-Stiftung jetzt erneut in dieser Größenordnung unterstützt, ist alles andere als selbstverständlich. Dafür sind wir außerordentlich dankbar. Die Stiftung hilft uns damit ganz konkret, unser Hallenbad für die Zukunft aufzustellen“, betonte Mike Weiland. Die Photovoltaikanlage ist ein weiterer Baustein, um das Gebäude energetisch sinnvoll weiterzuentwickeln und die laufenden Energiekosten im Blick zu behalten. Auch für zwei Feuerwehrmaßnahmen konnte der Rat Spenden annehmen: Die Volksbank Rhein-Lahn-Limburg und der Feuerwehrförderverein Patersberg unterstützen die örtliche Feuerwehrarbeit.

 

Mehr Service im Hallenbad und ein Radwegekonzept für die Region

Weitere Vorhaben betreffen unmittelbar die Bürgerinnen und Bürger sowie die touristische Entwicklung der Region. Weil im Förderprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig“ an anderer Stelle Mittel der Verbandsgemeinde aus deren Projekten frei werden, konnte die Verbandsgemeinde zusätzliche Projekte in die Förderung aufnehmen. Dazu gehört ein Kassensystem für das Hallenbad, das den Betrieb und den Service für die Badegäste verbessern und die Badeaufsicht entlasten soll. Außerdem wird ein Radwegekonzept für die Verbandsgemeinde Loreley unterstützt, dessen Umsetzung die Loreley Touristik GmbH übernehmen wird. Damit soll die Weiterentwicklung des Radverkehrs in der Region konzeptionell vorangebracht werden. „Wenn sich Fördermöglichkeiten ergeben und an anderer Stelle Mittel frei werden, müssen wir schauen, wie wir sie sinnvoll für unsere Verbandsgemeinde einsetzen können. Das Hallenbad und das Radwegekonzept sind zwei Beispiele dafür, wie wir zusätzliche Chancen nutzen wollen“, so Weiland. Im nächsten Schritt muss unter anderem für diese Projekte ein Änderungsantrag beim Land zur Verwendung der Mittel gestellt werden.


Verwaltungsgebäude
© VG Loreley, Mike Weiland
Neues Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeindeverwaltung Loreley


Verwaltungsgebäude: Außenanlagen und Möblierung

Auch beim neuen Verwaltungsgebäude in der Wellmicher Straße in St. Goarshausen geht es weiter voran und so langsam auch auf die Zielgerade. Der Rat befasste sich mit der Möblierung und den nächsten Schritten zur Gestaltung der Außenanlagen. Nach Abschluss der erforderlichen Prüfungen wurde die Grundlage für die Vergabe weiterer Arbeiten geschaffen. Damit rückt auch die Fertigstellung des neuen Verwaltungsstandorts näher.

 

Forstmitarbeitende: Ausstattung und Werkstatt gemeinsam organisieren

Ein weiterer Themenblock betraf die künftige Ausstattung der Forstmitarbeitenden. Sie sollen durch die Verbandsgemeindeverwaltung stellvertretend für die Gemeinden mit Werkzeugen und teilweise bereits in einer ersten Stufe mit Dienstfahrzeugen ausgestattet werden. Wo Werkzeuge und Geräte eingesetzt werden, müssen diese auch gewartet und repariert werden können. Deshalb soll eine gemeinsame Werkstattlösung im Bereich Dachsenhausen, angeboten vom Forstamt Lahnstein, mitgenutzt werden, weil dies die wirtschaftlichste Lösung ist. Die Beteiligung an einer dortigen Unterkunft und Werkstattinfrastruktur bietet die Möglichkeit, vorhandene Strukturen gemeinsam zu nutzen und Kosten zu begrenzen. Die getroffenen Entscheidungen sind Ausfluss aus rechtlichen Regelungen, die den Kommunen auferlegt worden sind. Die Kostenerstattung gegenüber der Verbandsgemeinde erfolgt durch die nutznießenden Kommunen, deren Wälder bewirtschaftet werden.

 

Weitere Beschlüsse zu Planung, Friedhof und Klärschlamm

Neben den für die Öffentlichkeit besonders greifbaren Themen standen mehrere weitere Beratungsgegenstände auf der Tagesordnung, die eher schwere Verwaltungskost darstellen. Dazu zählten die 1. Fortschreibung des Flächennutzungsplans mit Würdigung der landesplanerischen Stellungnahme sowie erneutem Offenlagebeschluss, die Fortschreibung der. 5. Änderung des Bebauungsplans Loreley einschließlich eines Weisungsbeschlusses an den Planungsverband Loreley sowie eine Gebührenanpassung für den Urnenfriedhof am Krematorium in Dachsenhausen. Darüber hinaus befasste sich der Rat mit der Erweiterung der kommunalen Klärschlammverwertung, an der die Verbandsgemeinde über eine Anstalt des öffentlichen Rechts im Land beteiligt ist. Dieser wollen weitere Kommunen im Land beitreten, weshalb Erweiterungs- und Satzungsbeschlüsse allerorts gefasst werden müssen.

Das Fazit des Abends: Zahlreiche Themen, konkrete Beschlüsse und zusätzliche finanzielle Unterstützung für wichtige Projekte – und das in einer Sitzung, die nach rund anderthalb Stunden abgeschlossen war. „Wir haben einiges auf den Weg gebracht. Jetzt geht es darum, die Beschlüsse Schritt für Schritt umzusetzen“, erklärte Bürgermeister Mike Weiland, der sich über die gute Zusammenarbeit und den konstruktiven Austausch nach der Sitzung sehr erfreut zeigte.