Auch im kleinen St. Goarshausener Ortsteil Ehrenthal hat Bürgermeister Mike Weiland sein Angebot zum persönlichen Austausch vor Ort fortgesetzt. Eine Handvoll Bürgerinnen und Bürger nutzte die Gelegenheit, ihre Anliegen und Fragen direkt anzusprechen und mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley ins Gespräch zu kommen.
Ein Schwerpunkt war die gewünschte Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße von derzeit 70 auf 50 km/h. Mike Weiland erläuterte zunächst die unterschiedlichen Zuständigkeiten und zeigte Verständnis für den Wunsch aus der Bürgerschaft. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen keine falschen Hoffnungen wecken wolle. „Ich verstehe, dass sich die Menschen hier mehr Sicherheit und eine geringere Geschwindigkeit wünschen. Ob eine dauerhafte Reduzierung tatsächlich angeordnet werden kann, entscheiden aber nicht wir als Verbandsgemeinde“, so Weiland. Er schlug vor, das Thema durch die Stadt St. Goarshausen für die nächste Verkehrsschau im kommenden Jahr anzumelden. Dort könne die Situation direkt vor Ort gemeinsam mit Polizei, Kreisstraßenbehörde, Landesbetrieb Mobilität und ADAC betrachtet werden. Weitere Themen waren der Straßen- und Radwegebau entlang der Rheinstrecke sowie anstehende Straßensperrungen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen des Landesbetriebs Mobilität. Auch Fragen zur Sicherheit der Rheinhänge und zu den von der Deutschen Bahn zu unterhaltenden Regenüberlaufbecken oberhalb der Ortslage Ehrenthal wurden angesprochen.
Von sich aus informierte Weiland zudem über den Glasfaserausbau. Für Ehrenthal hat er dafür gesorgt, dass in der vierten Stufe des vom Rhein-Lahn-Kreis organisierten und mit Fördermitteln unterstützten kreisweiten Ausbaus die Ortslage berücksichtigt werden soll. Voraussetzung dafür ist, dass der Kreis beantragte Fördermittel von Bund und Land aus dem sogenannten Lückenschlussprogramm erhält und anschließend den Ausbau ausschreiben und vergeben kann. Die entsprechenden Vorbereitungen sollen im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Danach müsse man sehen, welches Unternehmen den Zuschlag erhalte und in welcher Reihenfolge der Ausbau mit anderen Gemeinden erfolge.
Nach rund eineinhalb Stunden waren alle von den Bürgerinnen und Bürgern eingebrachten Themen besprochen. „Mir ist wichtig, gerade auch in den kleineren Ortsteilen persönlich ansprechbar zu sein. Manche Fragen lassen sich direkt beantworten, bei anderen kann ich zumindest transparent erklären, wer zuständig ist und wie es weitergehen kann“, sagte Mike Weiland. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich im Anschluss dankbar für den Besuch und den offenen Austausch. Der Bürgertreff habe die Möglichkeit geboten, Fragen unmittelbar anzusprechen und sich umfassend über die verschiedenen Themen zu informieren.
