Bürgerdialog vor Ort

Verbandsgemeinde setzt auf Nähe, Transparenz und digitale Information


Im Rahmen eines Azubi-Projekts waren Mitarbeitende während der Osterferien von Haustür zu Haustür unterwegs, um Anliegen aufzunehmen und das Gespräch zu suchen – mittendrin der Chef selbst, Bürgermeister Mike Weiland, der froh war, den Auszubildenden so auch den direkten Bürgerkontakt zu vermitteln. „Es ist wichtig, dass unsere jungen Mitarbeitenden von Beginn an bürger- und serviceorientiert denken und althergebrachte Synonyme, die man mit dem Amtsschimmel und einer Verwaltung so landläufig verbindet, erst gar nicht aufkommen lässt“, so Mike Weiland.

Team vor Ort


Die Aktion fand zum Auftakt gleich in mehreren Gemeinden statt, darunter Reitzenhain, Braubach, Dachsenhausen und Weisel. Ziel war es, Transparenz zu schaffen, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden und zugleich über moderne Informationswege der Verwaltung zu informieren. „Die Menschen möchten gehört werden und nachvollziehen können, wie Verwaltung arbeitet. Gleichzeitig ist es uns wichtig zu zeigen, wie einfach und schnell man sich heute über digitale Kanäle informieren kann“, betonte Bürgermeister Weiland. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den digitalen und sozialen Medien der Verbandsgemeinde. Insbesondere der WhatsApp-Kanal soll Bürgerinnen und Bürger zeitnah und verlässlich mit Informationen versorgen – auch in Ausnahmesituationen. „Gerade im Katastrophenfall oder bei besonderen Ereignissen ist es entscheidend, Informationen unmittelbar aus erster Hand zu erhalten. So können wir dazu beitragen, dass sich Falschmeldungen gar nicht erst verbreiten“, so Weiland weiter. Darüber hinaus informierten der Bürgermeister und die Auszubildenden über niederschwellige Beteiligungsmöglichkeiten: Per QR-Code oder E-Mail können Bürgerinnen und Bürger unkompliziert Hinweise, Ideen und Anregungen einreichen und so aktiv an der Weiterentwicklung ihrer Heimat mitwirken. Dieses Angebot wurde bereits während der Aktionstage rege genutzt.

 

Ergänzt wurde das Format durch die sogenannte „Plauderbank“ am Abend – ebenfalls ein neues niedrigschwelliges Dialogangebot, bei dem Bürgerinnen und Bürger in lockerer Atmosphäre zusammenkommen, sich austauschen und direkt mit Vertretern der Verwaltung ins Gespräch treten konnten. „Wer hier auf lange einführende Vorträge des Bürgermeisters gehofft hat, wurde sicherlich enttäuscht. Denn es ging darum, miteinander zu reden. Die persönliche Begegnung bleibt durch nichts zu ersetzen. Genau diese Mischung aus direktem Dialog und digitalen Angeboten macht unsere Arbeit zukunftsfähig“, erklärte Weiland. Vor allem die Auszubildenden konnten dabei profitieren und neue Kenntnisse erlangen. Sie bekommen im Alltag ja nicht direkt mit, mit welchen Anliegen sich die Menschen an den Bürgermeister wenden. Gemäß dem Motto ‚Fördern und Fordern‘ band Mike Weiland die Auszubildenden Leonie Daniel, Seline Kopp, Julia Späth und Jan Hendrik Bauer in die Gespräche an der Plauderbank mit ein und sie durften sich versuchen, als erstes Antworten auf die von den Bürgern vorgetragenen Anliegen der Menschen zu geben. „Das stärkt uns den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus“, fasste Jan Hendrik Bauer am Ende der Woche zusammen und auch die drei Damen gaben an, dass es ihnen Freude bereitet habe, diese Aktion begleitet zu haben. Selbst Wind und Graupel konnten die Stimmung nicht trüben. Die Resonanz auf die Aktion war auch bei den Menschen durchweg positiv. Bürgernähe, offene Ohren und Transparenz standen einmal mehr im Mittelpunkt. Die Verbandsgemeindeverwaltung kündigt daher an, das Format künftig auch in weiteren Gemeinden fortzuführen. Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Ziel bleibt es, nah an den Anliegen der Menschen zu sein und den Dialog kontinuierlich zu stärken.

Bürgerdialog vor Ort