Gerade in aktueller Hitze und Trockenheit zeigt sich, dass die VG Werke genau den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Nur wenn wir weiter in unsere Wasserstrategie 2040 investieren, können wir dem Klimawandel Standhalten“, so Bürgermeister Mike Weiland und Werkleiter Michael Krämer. Die Umsetzung der Wasserstrategie 2040 der Verbandsgemeindewerke Loreley erhält hierbei Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz. In den vergangenen Wochen sind mehrere Förderbescheide für bedeutende Maßnahmen der Trinkwasserversorgung eingegangen. Insgesamt werden damit für die nächsten Abschnitte mehr als 7,4 Millionen Euro an Zuwendungen und Darlehen bereitgestellt. „Die aktuellen Förderbescheide sind ein starkes Signal für unsere Wasserstrategie 2040 und für die Zukunftsfähigkeit unserer Trinkwasserversorgung. Wir investieren hier in Infrastruktur, die über Jahrzehnte Bestand haben und die Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger sichern soll. Ohne die Unterstützung des Landes wären solche großen Investitionen für eine Kommune in dieser Größenordnung kaum darstellbar“, erklärt Bürgermeister Mike Weiland. „Daher gilt unser ausdrücklicher Dank dem Land Rheinland-Pfalz für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.“

Schwerpunkt Hochbehälter Spitzenstein
Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Förderungen liegt auf dem interkommunalen Projekt rund um den Neubau des Hochbehälters Spitzenstein. Für dessen Neubau wurde ein weiterer Zuschuss von 188.600 Euro bewilligt. Bereits im vergangenen Jahr waren dafür 655.700 Euro zugesagt worden.
Darüber hinaus unterstützt das Land mit 2.420.900 Euro den Bau der Steigleitung im Rahmen des Verbundkonzepts Hochbehälter Spitzenstein. Davon entfallen 1.933.400 Euro auf einen Zuschuss und 487.500 Euro auf ein Darlehen aus dem Zinszuschussprogramm.
Für die Fallleitung vom Hochbehälter Spitzenstein zum Hochbehälter Dachsenhausen wurden 1.780.400 Euro bewilligt (748.100 Euro Zuschuss und 1.032.300 Euro Darlehen).
Für das Verbundkonzept Hochbehälter Spitzenstein – Pumpwerk Lahnhöll wurde ein Zuschuss von 126.000 Euro bewilligt.
Der Neubau der Fallleitung vom Hochbehälter Spitzenstein zum Hochbehälter Dahlheim erhält ein Darlehen in Höhe von 452.300 Euro und einen Zuschuss in Höhe von 1.793.600 Euro.
Mit dem Anschluss des Hochbehälters Bergweg an den Hochbehälter Spitzenstein kommt eine weitere wichtige Verbindung hinzu. Hierfür werden insgesamt 565.900 Euro (237.800 Euro Zuschuss sowie 328.100 Euro Darlehen) bereitgestellt. Die Maßnahme ermöglicht den Anschluss von Braubach an den Hochbehälter Bergweg und wird über den Ausbau „Rosenacker“ mit der Verlegung einer Wasserleitung DN 200 umgesetzt.
„Die einzelnen Maßnahmen rund um den Hochbehälter Spitzenstein müssen als zusammenhängendes Verbundsystem betrachtet werden. Erst durch die Kombination aus Hochbehälter, Steig- und Fallleitungen sowie den verschiedenen Anschlüssen entsteht die leistungsfähige Infrastruktur, die wir für die zukünftige Wasserversorgung benötigen“, erläutert Werkleiter Michael Krämer.
Der Hochbehälter Spitzenstein und die daran anknüpfenden Leitungs- und Verbundmaßnahmen bilden damit einen zentralen Baustein der Wasserstrategie 2040. Die Infrastruktur soll die Versorgungsbereiche besser miteinander vernetzen, zusätzliche Redundanzen schaffen und damit die Versorgungssicherheit auch bei besonderen Belastungssituationen wie aktuell langfristig erhöhen.
Wassertransportleitung nach Osterspai
Auch der Neubau der Wassertransportleitung von der Quelle Ellig bis zur Ortslage Osterspai wird durch das Land unterstützt. Hierfür wurde bereits ein Zuschuss in Höhe von 143.300 Euro bewilligt. Die neue Transportleitung dient der Modernisierung und Stärkung der bestehenden Wasserversorgungsinfrastruktur und ist damit ein weiterer Baustein der Wasserstrategie 2040.
Von Hinterwald über Dachsenhausen nach Lahnstein
Geplant ist eine Wassertransportleitung zwischen dem Hochbehälter Dachsenhausen und Hinterwald. Das Abwasser des Stadtteils Hinterwald soll zukünftig über Dachsenhausen an dem Verbindungssammler Dachsenhausen - Braubach und damit an die Großkläranlage in Lahnstein angeschlossen werden. Hierfür ist ein Zuschuss von 40.500 Euro sowie ein Darlehen von 151.900 Euro gewährt worden.
Wasserstrategie 2040 als langfristiges Investitionsprogramm
Die aktuellen Bewilligungen reihen sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, mit denen die Verbandsgemeindewerke Loreley ihre Wasserinfrastruktur Schritt für Schritt modernisieren und zukunftssicher aufstellen. Die Wasserstrategie 2040 verfolgt dabei einen langfristigen und ganzheitlichen Ansatz. „Wir haben bewusst einen langfristigen Fahrplan aufgestellt. Diesen Weg können wir jetzt konsequent weitergehen. Die Förderungen helfen uns dabei, notwendige Investitionen wirtschaftlich tragfähig umzusetzen und gleichzeitig die Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler nicht noch viel höher zu belasten“, so Bürgermeister Mike Weiland und Werkleiter Michael Krämer.