Verkehr

Gemeinsamer Spatenstich für zwei große Straßenbauprojekte


Gruppenfoto vom gemeinsamen Spatenstich


Investitionen von rund 21 Millionen Euro in Bundesstraßen – wichtige Impulse für Infrastruktur, Ortsbilder und Radverkehr in der Verbandsgemeinde Loreley

Mit einem gemeinsamen Spatenstich in Osterspai und Kestert ist am 7. August der offizielle Startschuss für zwei der derzeit größten Straßenbauprojekte in der Verbandsgemeinde Loreley gegeben worden. Die Bundesstraße B42 wird in beiden Ortslagen grundlegend erneuert und jeweils um einen rheinseitigen Radweg ergänzt. Auch die Ortsgemeinden und die Verbandsgemeindewerke Loreley beteiligen sich mit eigenen Maßnahmen.

In Osterspai wird die B 42 auf rund 950 Metern zwischen der Zufahrt zur Filsener Straße und dem östlichen Ortsende erneuert. Neben der Fahrbahn und ihrem Unterbau entsteht ein 2,50 Meter breiter Radweg zuzüglich Sicherheitsstreifen. Die Ortsgemeinde erneuert zudem einen Gehweg, während die Verbandsgemeindewerke unter anderem Schieberkreuze, Schachtbauwerke und einzelne Kanalhausanschlüsse bearbeiten. Die Gesamtkosten des Bundes liegen bei rund 8,9 Millionen Euro. Für die Ortsgemeinde sind rund 670.000 Euro und für die Verbandsgemeinde rund 254.000 Euro vorgesehen. Die Bauzeit wird auf etwa zweieinhalb Jahre geschätzt.

In Kestert erstreckt sich die Maßnahme über rund 1.200 Meter von der Eisenbahnstraße bis zum nördlichen Ortsende in Richtung Kamp-Bornhofen. Auch hier werden Fahrbahn und Unterbau erneuert und ein rheinseitiger Radweg hergestellt. Die Ortsgemeinde baut außerdem einen Gehweg erstmals neu und investiert zusätzlich rund 1,6 Millionen Euro in die Gestaltung der Rheinuferanlage. Die Kosten des Bundes belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro, hinzu kommen rund 164.000 Euro der Ortsgemeinde und 360.000 Euro der Verbandsgemeinde. Auch hier ist eine Bauzeit von etwa zweieinhalb Jahren vorgesehen.

Bürgermeister Mike Weiland betonte beim Spatenstich die Bedeutung der Maßnahmen: „Heute setzen wir den Startpunkt zweier Ortsdurchfahrten. Beide Gemeinden haben jahrzehntelang darauf hingefiebert, diesen gemeinsamen Spatenstich erleben zu können.“ Die Projekte seien ein wichtiger Entwicklungsschub für die Verbandsgemeinde und natürlich die Gemeinden selbst. „Wir brauchen intakte Straßen, lückenlose Radwege und eine attraktive Infrastruktur. Davon profitieren Unternehmen, Gastronomie, Pendlerinnen und Pendler, unsere Gäste – kurz gesagt: die Menschen“, so der Bürgermeister.

Weiland dankte dem LBM Diez für die konstruktive Zusammenarbeit sowie allen Beteiligten, die die erheblichen Investitionen ermöglichen. Gleichzeitig bat er um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen während der Bauzeit. „Hier wird Lebensqualität verbessert, auch wenn dies für einen gewissen Zeitraum mit Einschränkungen verbunden ist.“ Mit den beiden Projekten werde ein wichtiger Schritt für die infrastrukturelle und touristische Entwicklung des Mittelrheintals und der Verbandsgemeinde Loreley gemacht. „Nur so – und nicht durch das Verhindern oder Schlechtreden solcher Maßnahmen – bringen wir unsere Heimat, unsere Gemeinden, die Verbandsgemeinde und das UNESCO-Welterbe gemeinsam voran“, so der Bürgermeister.