Bahn/Katastrophenschutz

Sorge über Hangstabilität im gesamten Mittelrheintal – Warnung vor zunehmenden Risiken


Anlass sind Hinweise der DB InfraGO AG vom Herbst letzten Jahres, die im Rahmen einer Abstimmung zwischen DB InfraGO AG und Gemeinde Osterspai auf ein „hohes Risiko eines Hangrutsches“ in Teilbereichen der Bahnstrecke hinweisen und umfangreiche Sicherungsmaßnahmen als zwingend erforderlich darstellen.

Hexenköpfel
Hangsicherungsmaßnahmen durch die Bahn müssen am Hexenköpfel durchgeführt werden. Dies unterstreicht die Gefahr im gesamten Mittelrheintal. Vor Ort trafen sich (v.l.n.r.) Mike Weiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Willi Pusch, Vorsitzender der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn und Sebastian Reifferscheid, Ortsbürgermeister von Osterspai.

Die kommunalen Vertreter sehen die Situation nicht nur lokal begrenzt auf Osterspai, sondern als Teil einer insgesamt sensiblen Lage entlang des gesamten Mittelrheintals. Als Beispiel für die Gefährdungslage wird unter anderem der Hangrutsch im Bereich Kestert aus der jüngeren Vergangenheit angeführt, der die bestehende Problematik bereits deutlich gemacht habe.

Vor diesem Hintergrund äußerten Ortsbürgermeister Sebastian Reifferscheid, Willi Pusch, Vorsitzender der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn, sowie Mike Weiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, ihre gemeinsame Besorgnis über die Entwicklung. Die drei Vertreter trafen sich jetzt oberhalb des Hexenköpfels in Osterspai, weil sich die Bahn diesbezüglich an die Gemeinde gewandt hatte, um Maßnahmen zu ergreifen, die wie folgt begründet wurden: „Die DB InfraGO AG hat nach mehreren Abgängen von Fels- und Erdmassen (Hangrutsch) im Bereich der Rheinstrecken umfangreiche Untersuchungen durchführen lassen, um die Standfestigkeit der Hänge und das Risiko eines Hangrutsches zu ermitteln und zu beurteilen. Diese Untersuchungen haben ergeben, dass an einigen Stellen entlang der Strecke dringend und sofort Baumaßnahmen erforderlich sind, um die Sicherheit des Bahnbetriebes weiterhin aufrecht zu erhalten. Für den oben genannten Bereich wird das Risiko eines Hangrutsches hoch eingestuft. Daher ist es erforderlich, Sicherungsmaßnahmen in diesem Bereich durchführen zu lassen.“ Die kommunalen Vertreter sowie die Bürgerinitiative betonen, dass die Hinweise der DB InfraGO AG den dringenden Handlungsbedarf unterstreichen. Gleichzeitig wächst in der Region die Sorge, dass die zunehmenden Eingriffe und geologischen Risiken langfristig Auswirkungen auf Infrastruktur, Siedlungsbereiche und die touristische Nutzung des Mittelrheintals haben könnten.