Politik

Bürgermeister Mike Weiland wendet sich mit zentralen Infrastrukturthemen an neuen Innen- und Verkehrsminister und lädt in vor Ort ein


Gleichzeitig nutzte Weiland die Gelegenheit, um auf mehrere aus Sicht der Verbandsgemeinde besonders dringliche Infrastrukturprojekte aufmerksam zu machen und um Unterstützung sowie Beschleunigung der Verfahren zu bitten. 

L 334 Wellmicher Bach
L 334 Wellmicher Bach


Im Mittelpunkt des Schreibens steht die seit dem Starkregenereignis vom 29. Mai 2016 schwer beschädigte Landesstraße L 334 zwischen St. Goarshausen-Wellmich und Dahlheim. Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez müsse allein für die Planung der Sanierung mit weiteren fünf Jahren gerechnet werden. Bürgermeister Weiland bezeichnete diesen Zeitrahmen als nicht akzeptabel und appellierte an den Minister, sich frühzeitig der Maßnahme anzunehmen, damit die Sanierung noch vor der Bundesgartenschau 2029 umgesetzt werden könne. Die Straße sei insbesondere für Pendlerinnen und Pendler sowie für den Linien-, Kindergarten- und Schülerverkehr von großer Bedeutung. 

Darüber hinaus sprach Weiland die geplante Mittelrheinbrücke zwischen St. Goarshausen und St. Goar an. Dieses Projekt sei für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sowie für viele Berufspendlerinnen und Berufspendler von hoher Relevanz. Der Bürgermeister bat darum, die Planungsverfahren deutlich zu beschleunigen. 

Ortsumgehung Braubach
Ortsumgehung Braubach


Ein weiteres Thema des Schreibens betrifft die Verkehrssituation in der Altstadt von Braubach. Die dortige tägliche Belastung auch durch Schwerverkehr auf der L 335 sei seit Jahrzehnten für die Altstadt nicht länger hinnehmbar. Weiland wirbt deshalb für eine zügige Weiterentwicklung der Planungen für eine Ortsumgehung. Nachdem eine frühere Variante aus Gründen des UNESCO-Welterbeschutzes verworfen worden sei, müsse nun rasch eine neue Variantenbetrachtung erfolgen, die auch einen ausreichenden Wirtschaftlichkeitswert erlange, ansonsten stünde die Landesregierung vor der Frage der Abwägung von Welterbeschutz und -status oder Wirtschaftlichkeit der Straße. Beides müsse jedoch dringend in Einklang miteinander gebracht werden. 

Zudem verwies der Bürgermeister auf den zusätzlichen Personalbedarf beim LBM Diez, der nach Darstellung des Landesbetriebs in der jüngsten Verbandsgemeinderatssitzung notwendig sei, um die Vielzahl an Projekten schneller voranzubringen. 

Abschließend lud Mike Weiland den neuen Staatsminister zum 35. Zukunftsgespräch der Verbandsgemeinde Loreley am 29. Mai 2026 nach Dahlheim ein. Dort soll insbesondere über die Situation der L 334 informiert und diskutiert werden. Darüber hinaus sprach er eine Einladung zu einem Vor-Ort-Termin in Braubach sowie an den geplanten Standort der Mittelrheinbrücke aus. 

K 86
K 86


Sanierung der K 86 Lierschied – Auel soll laut LBM erneut um 1 Jahr verschoben werden – Bürgermeister Weiland wendet sich an Landrat Denninghoff
 

Anlässlich der Vorstellung des LBM Diez im Verbandsgemeinderat zur Kreisstraße 86 Lierschied – Auel hat sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, nach Aussagen des LBM Diez an den Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Jörg Denninghoff, gewandt. Hintergrund ist die Aussage des LBM Diez im Verbandsgemeinderat, wonach der Ausbau der Straße nach aktuellem Stand erst 2028 statt wie bislang vorgesehen 2027 beginnen soll. Weiland verweist auf den schlechten Zustand der Strecke sowie die bereits mehrfach erfolgten Verschiebungen in den vergangenen Jahren und fordert, am vorgesehenen Termin festzuhalten. Er hat Landrat Denninghoff gebeten, sich dafür einzusetzen, dass es hier im Kreisstraßenbauprogramm zu keiner neuen Verschiebung kommt. 

Unterstützung erhält die Forderung auch aus den Ortsgemeinden Lierschied und Auel. Die Ortsbürgermeister Andreas Dillenberger und Ralph-Dietmar Seitz haben sich ebenfalls an den Landrat gewandt und in eigenen Schreiben dafür ausgesprochen, die dringend notwendige Sanierung der K 86 wie geplant im Jahr 2027 zu starten.