Der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort bleibt ein wichtiger Bestandteil einer bürgernahen Verwaltung: Im Rahmen der jüngsten Öffentlichkeitswoche des Projekts „Bürgerdialog vor Ort“ waren Bürgermeister Mike Weiland und Auszubildende der Verbandsgemeindeverwaltung Loreley erneut in mehreren Gemeinden unterwegs. Diesmal führten sie die Besuche nach Bornich, Braubach, Osterspai, Dachsenhausen, Sauerthal und Dörscheid. Anstelle der „Plauderbank“ gab es dieses Mal andere Abend-Angebote, unkompliziert mit der Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Ziel des Projekts ist es, die Verwaltung vor Ort erlebbar zu machen, den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu fördern und zugleich auf die Informationsmöglichkeiten der Verbandsgemeinde hinzuweisen – auch für den Fall einer Krise oder im Katastrophenfall. „Gleichzeitig erhalten unsere Auszubildenden die Gelegenheit, kommunale Arbeit unmittelbar kennenzulernen und Einblicke in die Anliegen zu gewinnen, die die Menschen in den Städten und Ortsgemeinden beschäftigen und das im unmittelbaren Dialog“, so Bürgermeister Mike Weiland.

Neben den Besuchen am Tag standen auch mehrere Abendtermine auf dem Programm. In Braubach gab es die Möglichkeit, beim Winzerfest ins Gespräch zu kommen. In Osterspai fand beim Weingut Didinger ein Bürgerstammtisch statt. In Dachsenhausen bot eine Einwohnerversammlung Gelegenheit zum Austausch, während in Bornich ein weiterer Bürgerstammtisch im SpuGZi stattfand. Die unterschiedlichen Formate machten deutlich, wie vielfältig inzwischen die Verwaltung unterwegs ist und sich der persönliche Dialog gestalten lässt – vom ungezwungenen Gespräch am Rande einer Veranstaltung bis zur gezielten Diskussion kommunaler Themen. Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen, Hinweise und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. „Der unmittelbare Austausch hilft, Anliegen besser einzuordnen, Zusammenhänge zu erklären und gegebenenfalls die nächsten Schritte auf den Weg zu bringen. Dabei geht es sowohl um konkrete Themen aus den einzelnen Gemeinden als auch um Fragen, die die Verbandsgemeinde insgesamt betreffen“, erläutert der Bürgermeister und fährt fort: „Wir wollen nicht nur in der Verwaltung sitzen und darauf warten, dass die Menschen mit ihren Anliegen zu uns kommen. Wir wollen dorthin gehen, wo die Menschen leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen“, betont Bürgermeister Mike Weiland. Auch die Auszubildenden Sophie Lauck, Daniel Vedder, Leonie Daniel, Seline Kopp und Jan Hendrik Bauer sind sich einig: „Der persönliche Austausch schafft Vertrauen, hilft dabei, Missverständnisse auszuräumen, und zeigt uns ganz unmittelbar, was die Bürgerinnen und Bürger beschäftigt. Nicht jedes Problem lässt sich sofort lösen – aber wir können zuhören, Zusammenhänge erklären und uns um die Anliegen kümmern.“ Für die Auszubildenden ist die Teilnahme ein wichtiger Bestandteil ihrer praktischen Erfahrungen. Sie erleben, welche Themen die Menschen vor Ort bewegen, wie unterschiedlich die Anforderungen in den einzelnen Gemeinden sind und welche Rolle eine gut erreichbare und verständlich kommunizierende Verwaltung spielt. Die Verbandsgemeindeverwaltung Loreley wird den „Bürgerdialog vor Ort“ auch künftig fortsetzen. Die Öffentlichkeitswochen sollen dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen, Informationswege bekannter zu machen und den Austausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft weiter zu stärken. Denn eine bürgernahe Verwaltung zeigt sich nicht allein durch ihre Dienstleistungen, sondern auch dadurch, dass sie ansprechbar ist und den Dialog aktiv sucht.
