Die Wiederaufnahme des Fährbetriebs zwischen Boppard und dem rechten Rheinufer bei Filsen rückt näher, jedoch ist dafür neben dem Abschluss der Arbeiten an der Baustelle und der Installation der Anlegebrücke auch die Entwicklung des Niedrigwassers entscheidend. Nach Angaben der Stadt Boppard sind die dort erforderlichen Arbeiten am Fähranleger mit Ausnahme des Geländers abgeschlossen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass die weiteren Vorbereitungen für die Rückkehr der Rheinfähre beginnen können. Bürgermeister Mike Weiland hatte sich in den zurückliegenden Monaten immer wieder nach dem Stand der Dinge erkundigt. Diese Woche hieß es von der Stadt Boppard und von Fährbetreiber Tony Deleu, dass die Baumaßnahme der Stadt mit Ausnahme des Geländers abgeschlossen sei und dass der Fährbetreiber den Fährsteiger wieder installieren lässt, sobald die Werft dessen Transport mit Blick auf das Niedrigwasser angehen kann. „Das ist zunächst einmal eine gute Nachricht, auf die viele Menschen lange gewartet haben, aber das Niedrigwasser ist die letzte Hürde“, erklärt Bürgermeister Mike Weiland.
Allerdings ist der Wasserstand nicht nur für die Installation des Steigers entscheidend. Auch der spätere Fährbetrieb selbst ist bei Niedrigwasser nur eingeschränkt möglich. Die Rheinfähre Boppard kann laut Tony Deleu erst ab einem Pegelstand von 50 Zentimetern am Pegel Kaub mit Einschränkungen fahren. Wird dieser Wert unterschritten, muss der Fährbetrieb aufgrund des Niedrigwassers eingestellt bleiben. Ein ausreichender Wasserstand ist damit Voraussetzung sowohl für die Vorbereitung als auch für die anschließende Wiederaufnahme des Fährverkehrs. Daher steht nach wie vor noch kein konkreter Termin für die Wiederaufnahme des Fährbetriebs fest, denn selbst die aktuelle 14-Tage-Prognose sagt für den Kauber Pegel die erforderliche Höhe kaum voraus. „Die Rheinfähre Boppard ist insbesondere für die Verbindung zwischen Boppard und dem rechtsrheinischen Bereich von großer Bedeutung. Nach dem Ausfall der Fähre infolge der Beschädigung des Steigers und seiner Verankerung am 19. März dieses Jahres wird ihre Rückkehr von vielen Pendlern, Einheimischen, Gästen und Betrieben entlang des Rheins erwartet“, betont Mike Weiland und ergänzt: „Wir wissen, dass viele Menschen auf die Fähre warten. Deshalb ist es wichtig, dass jetzt alle Beteiligten ihre Hausaufgaben machen und wir keine Zeit verlieren, sobald die Bedingungen passen“, so Weiland.
Bildunterschrift: Fähre Boppard
Foto: VG Loreley, Mike Weiland
