Wer Ruhe und Entspannung mitten im Grünen sucht, fernab von Stadt und Alltagstrubel, der ist in Bornich am Spieß genau richtig. Wer allerdings glaubt, dafür auf gehobene Ausstattung verzichten zu müssen, liegt bei Minimalus von Marius Bräunlich ebenfalls falsch. Davon überzeugte sich jetzt Bürgermeister Mike Weiland bei seinem Besuch vor Ort und dem Gespräch mit dem Unternehmer. „Ich war wirklich beeindruckt, was Marius Bräunlich hier geschaffen hat. Man merkt, dass hier nicht einfach eine Ferienunterkunft eingerichtet wurde, sondern jemand mit Kreativität, handwerklichem Geschick und Leidenschaft seine eigenen Ideen verwirklicht“, sagt Mike Weiland. „Das zeigt hier einmal mehr, wie attraktiv Urlaub in unserer Region sein kann – mitten in der Natur und gleichzeitig mit besonderem Komfort.“
Das Chalet Bornich liegt auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen Grundstück mit Bachlauf. Große Panoramafenster, hochwertige Materialien und viel Liebe zum Detail verbinden Natur und Komfort. Besonders außergewöhnlich sind die Angebote rund um das Haus: ein auf 38 Grad temperierter Außenwhirlpool, ein Open-Air-Kino, gemütliche Sitzmöglichkeiten mitten im Grünen und ein Bett, das sich auf Schienen aus dem Haus heraus unter den freien Himmel fahren lässt. Eine Wärmekabine und eine hochwertige Küchenausstattung runden das Angebot ab.

Vom Studium zur eigenen Geschäftsidee
Marius Bräunlich ist in Dachsenhausen aufgewachsen. Nach einer Ausbildung im Metallbau und einem Studium im Bereich Green Building sowie einem Master im energieeffizienten und nachhaltigen Bauen entstand sein erstes Tinyhouse im Rahmen seiner Masterarbeit. Aus der Idee wurde seit 2020 Schritt für Schritt ein Unternehmen.
Heute bietet Minimalus verschiedene Tinyhouses, Apartments und außergewöhnliche Ferienhäuser an – unter anderem in Bornich, Dachsenhausen, Dessighofen, Lahnstein, St. Goar und Koblenz. Bräunlich entwickelt und baut dabei vieles selbst. Möbel und Einbauten werden passgenau gefertigt, technische Lösungen und besondere Details individuell entwickelt. „Am Anfang war es eine Idee. Irgendwann wurde daraus das erste Tinyhouse, dann die erste Vermietung und schließlich ein Unternehmen“, erzählt Bräunlich. Besonders in Bornich sei die Nachfrage hoch: Rund 95 Prozent Auslastung verzeichne das Chalet. Familien und Paare suchten vor allem Ruhe und Natur.
Aus dem kleinen Start-up ist inzwischen ein echter Fulltime-Job geworden. Bräunlich beschäftigt eine Vollzeitmitarbeiterin und wird zudem von seiner Familie und vielen weiteren Menschen unterstützt. „Alleine könnte ich das mittlerweile gar nicht mehr schaffen“, sagt er.
Auch Social Media gehört zum Unternehmeralltag
Im Gespräch tauschten sich Weiland und Bräunlich auch über die Bedeutung sozialer Medien aus. Instagram, Facebook und Co. seien gerade für touristische Angebote wichtige Kanäle, um Unterkünfte zu präsentieren und Gäste zu erreichen. Gleichzeitig sei die regelmäßige Erstellung von Fotos und Videos sowie die Betreuung der Kanäle sehr zeitaufwendig. „Man kann heute noch so ein tolles Angebot haben – man muss es auch zeigen und bekannt machen“, beschreibt Bräunlich die Herausforderung. Auch Weiland kennt das Thema aus seinem Arbeitsalltag: „Social Media sieht manchmal nach fünf Minuten am Handy aus. In Wirklichkeit steckt dahinter deutlich mehr Zeit, als man denkt.“

Tourismuspreis als besondere Anerkennung
Dass das Konzept den Nerv der Zeit trifft, zeigt auch der Tourismuspreis Rheinland-Pfalz 2025. Minimalus wurde in der Kategorie „Innovation des Jahres“ ausgezeichnet. Natur, Nachhaltigkeit, außergewöhnliche Ideen und Komfort miteinander zu verbinden, habe sich damit auch über die Region hinaus Anerkennung verschafft. „Der Tourismuspreis ist natürlich eine große Bestätigung. Er zeigt, dass die Menschen Lust auf solche besonderen Orte haben“, so Bräunlich. Auch der jüngste Tag der offenen Tür in Dessighofen habe das große Interesse an den Angeboten gezeigt.
Neue Inspiration möchte sich der Unternehmer bald in Indonesien holen. Bürgermeister Mike Weiland bot zugleich Unterstützung an, wenn bei der weiteren Entwicklung einmal Fragen mit Behörden oder andere Herausforderungen auftauchen, bei denen die Verbandsgemeinde helfen kann. „Es ist schön zu sehen, dass jemand, der aus Dachsenhausen stammt, mit seinen Ideen ein Stück Heimat touristisch weiterentwickelt“, so Weiland abschließend.
