„Emscher Art Pottery zeigt, wie vielfältig und kreativ Handwerk in unserer Verbandsgemeinde sein kann. Besonders schön finde ich es, dass hier nicht nur Keramik entsteht, sondern Menschen jeden Alters selbst kreativ werden können“, so Bürgermeister Mike Weiland bei seinem Besuch vor Ort.
Sandra Emschermann betreibt ihr Keramikatelier seit rund sechs Jahren in der Rheinstraße. Was zunächst aus einem Hobby und einer kleinen Werkstatt entstand, hat sich zu einem vielseitigen Angebot entwickelt. In der offenen Werkstatt entstehen Geschirr, Dekorationen, Skulpturen und Gartenkeramik – jedes Stück von Hand und damit als Unikat. „Handmade ist nun einmal nicht Massenproduktion“, erklärt Emschermann. Auch bei individuellen Aufträgen seien daher mehrere Arbeitsschritte und etwas Geduld erforderlich.
Ein Schwerpunkt des Angebots sind die verschiedenen Kreativkurse. Erwachsene können eigene Keramiken herstellen und dabei den gesamten Prozess kennenlernen. Im Vordergrund steht nicht das perfekte Ergebnis, sondern die Freude am Arbeiten mit dem Material und daran, etwas Eigenes entstehen zu lassen. Auch Kinder können in Töpferkursen ihre Ideen umsetzen und erleben, wie aus ihrem Werk durch Trocknen, Glasieren und Brennen ein fertiges Stück entsteht. „Die machen einfach“, sagt Emschermann über die unbefangene Herangehensweise der Kinder. Auch Kindergeburtstage sowie Angebote für Kindergärten und Schulen sind möglich. Ferienangebote wurden ebenfalls angesprochen.
Für Erwachsene bietet Emschermann verschiedene Gruppenformate wie Kreativnachmittage, Mädelsabende oder Teambuilding-Veranstaltungen an. Bis zu etwa zwölf Personen finden in der Werkstatt Platz. Dass das Angebot auch Männer anspricht, zeigte eine zwölfköpfige Männergruppe, die im Rahmen eines Teambuildings jeweils eine eigene Kaffee- oder Cappuccinotasse für das Büro gestaltete.
Eine noch junge Idee ist die „Keramikbox to go“. Kundinnen und Kunden können sich eine von Emschermann gefertigte Keramik und passende Farben aussuchen, das Stück anschließend zu Hause oder gemeinsam mit anderen gestalten und zum Brennen zurückbringen. Die Idee entstand, als eine Kundin gemeinsam mit einer Freundin kreativ werden wollte, die aufgrund ihres Aufenthalts in einem Hospiz nicht nach Braubach kommen konnte. Aus der individuellen Lösung entwickelte Emschermann ein neues Angebot, das sich auch für kreative Abende mit Familie oder Freunden eignet.

Wer nicht selbst töpfern möchte, findet im Laden eine Auswahl handgefertigter Keramik – von Geschirr und Dekorationen über Skulpturen und Gartenkeramik bis hin zu individuellen Einzelstücken und Geschenken. Auch Auftragsarbeiten und personalisierte Keramiken sind möglich.
Eine Besonderheit des Ateliers ist der regionale Rohstoff: Der verwendete Ton stammt aus einer Tongrube in der Nähe von Höhr-Grenzhausen. „Beeindruckend finde ich, dass der Ton für die Keramik praktisch aus der unmittelbaren Umgebung kommt. Das zeigt, wie eng Handwerk und Region hier miteinander verbunden sind“, so Mike Weiland. Auch beim Umgang mit dem Material spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Ton, der vor dem Brennen nicht mehr benötigt wird, wird aufbereitet und wiederverwendet. „Hier wird nie etwas weggeschmissen“, beschreibt Emschermann den Umgang mit dem Rohstoff.

Beim Besuch zeigte sich Bürgermeister Mike Weiland besonders von der Verbindung aus traditionellem Handwerk und den unterschiedlichen Möglichkeiten zum Mitmachen angetan. „Hier geht es nicht nur darum, ein fertiges Produkt zu kaufen. Man kann selbst etwas gestalten, Zeit miteinander verbringen und am Ende ein ganz persönliches Stück mit nach Hause nehmen“, so Weiland. Viele neue Besucherinnen und Besucher kommen laut Emschermann zudem über persönliche Empfehlungen. Mund-zu-Mund-Propaganda sei nach wie vor eine wichtige Form der Werbung. Wer ein besonderes Geschenk, ein kreatives Gruppenerlebnis oder die Möglichkeit sucht, selbst mit Ton zu arbeiten, findet bei „Emscher Art Pottery“ in Braubach vielfältige Möglichkeiten, aus einem Stück Ton etwas ganz Eigenes entstehen zu lassen.