
Die Streuobstwiese wurde als landespflegerische Ausgleichsmaßnahme im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Wasserleitung vom Hochbehälter Kestert bis nach Prath angelegt. Die Leitung dient der langfristigen Sicherstellung der Wasserversorgung in der VG Loreley und stellt einen wichtigen Baustein für eine zukunftsfähige und resiliente Infrastruktur dar. Aufgrund der Inanspruchnahme und Befestigung verschiedener Wirtschaftswege im Zuge der Baumaßnahme war die Schaffung entsprechender Ausgleichsflächen erforderlich. Da in den Gemarkungen Kestert und Prath keine geeigneten landwirtschaftlichen Flächen zur Verfügung standen, wurde nach intensiver Suche am Standort des Tiefbrunnens Lierschied eine geeignete Fläche gefunden. Dort konnten insgesamt 30 Hochstamm-Obstbäume mit alten und regionaltypischen Obstsorten gepflanzt werden. Für Planung, Genehmigungen und die Bepflanzung wurden rund 20.000 Euro investiert.
Darüber hinaus wurde am Tiefbrunnen Lierschied eine weitere Ausgleichsfläche geschaffen. Diese dient als landespflegerischer Ausgleich für den Bau des Regenrückhaltebeckens im Neubaugebiet „Auf der Burg“ in Lierschied. Hier wurden weitere acht Obstbäume gepflanzt. Die Kosten für Planung, Genehmigung und Umsetzung dieser Maßnahme belaufen sich auf rund 10.000 Euro. „Mit diesen Maßnahmen leisten wir nicht nur den erforderlichen ökologischen Ausgleich für unsere Infrastrukturprojekte, sondern schaffen gleichzeitig einen nachhaltigen Mehrwert für Natur und Landschaft in unserer VG“, betont Werkleiter Michael Krämer beim Ortstermin. Hiermit wurde ein heimisches Unternehmen beauftragt, dessen Arbeit sich sehen lassen kann.
Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume, fördern die biologische Vielfalt und tragen zur ökologischen Aufwertung der Landschaft bei. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Bäume speichern Kohlendioxid, verbessern das lokale Mikroklima und stärken die Widerstandsfähigkeit der Landschaft gegenüber Hitze- und Trockenperioden. Die VG-Werke Loreley sehen die Maßnahmen daher nicht nur als gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleich, sondern als bewusstes Zeichen für den Natur- und Klimaschutz. Die Projekte stehen zugleich im Einklang mit den Zielen der Wasserstrategie 2040, die eine nachhaltige Sicherung der Wasserressourcen, den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen und die Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels in den Mittelpunkt stellt.
Mit der Verbindung von moderner Wasserinfrastruktur und ökologischen Ausgleichsmaßnahmen zeigen die VG-Werke Loreley, dass Versorgungssicherheit, Naturschutz und Klimavorsorge Hand in Hand gehen können.